Zustellungsquote bei Newslettern mit DKIM und SPF erhöhen

Betreiber von Newslettern haben das Problem, dass viele ihrer E-Mails bei den großen Providern fälschlicher Weise als SPAM erkannt und deswegen ausgefiltert werden. Wie man dieses Problem mit Hilfe DKIM und SPF deutlich mildern kann, wird im heutigen Beitrag beschrieben.

Um das immer weiter wachsenden SPAM und Phishing-Mail (was ist Phishing?) Aufkommen in den Griff zu bekommen, greifen immer mehr Provider zu so genannten Spam Scoring Listen. Vereinfacht ausgedrückt funktionieren diese wie folgt:

Der Betreiber eines Mailservers definiert eine Liste von Kriterien, die ihrer Meinung nach in SPAM E-Mails häufig vorkommen. Das könnte z.B. sein:

  • eine fehlende persönliche Anrede
  • Ausgehende Links auf bekannte Webseiten
  • ein oder mehrere bad-words im Betreff oder Text
  • ein fehlendes Impressum

Jedes dieser Kriterien hat eine unterschiedliche Wertigkeit.

Jede ankommende E-Mail wird auf die Merkmale dieser Liste hin untersucht. Wird in der E-Mail ein Merkmal gefunden, bekommt die E-Mail je nach Wertigkeit einen oder mehrere Punkte. Am Ende werden alle Punkte zusammen addiert (= Scoring). Überschreitet die E-Mail einen bestimmten Schwellwert, wird die E-Mail in den SPAM Ordner verschoben.

Auf zwei Merkmale, die von sehr vielen Newsletter-Betreibern vernachlässigt werden, wird im Folgenden näher eingegangen.

SPAM Scoring reduzieren mit DKIM und SPF

  1. Domain Key Identified Mail (= DKIM) -Signaturen stellen mit einem zur Domain zugehörigen Schlüssel und eine im Nameserver hinterlegten öffentlichen Signatur eine zusätzliche vertrauensbildende Maßnahme für den Empfänger dar.
  2. Sender Policy Framework (= SPF) Einträge im Nameserver stellen sicher, dass nur vom Domaininhaber freigegebene Server E-Mails mit einer bestimmten Domain im Absender verschicken dürfen.Oder anders formuliert: Die Prüfung des SPF-Records stellt sicher, dass kein unautorisierter Externer E-Mails mit ihrer Domain im Absender verschicken kann. Solche verfälschten Absender findet man vor allem in E-Mails die angeblich von Banken, Bezahldiensten, Paketversendern oder vertraute Absender der eigenen oder bekannten Domains stammen. Auf diese Weise wird ein Großteil der Malware, also Viren Trojaner, Würmer etc., verteilt.

Fazit

Direkt nach dem Einbau der DKIM und SPF-Techniken berichteten unsere Kunden, für die wir pro Woche mehrere 100.000 E-Mails verschicken, von einem deutlichen Anstieg der Opening-Rate bei ihren Newslettern.

Ein angenehmer Nebeneffekt: Auf unseren Mailservern wurde ein sprunghafter Anstieg des abgelehnten SPAMs festgestellt. Der Großteil davon waren Phishing-Mails. Auch landeten deutlich weniger E-Mails bei den Kunden im SPAM-Ordner.

Betreibern von Newsletter profitieren ungemein von dem Einsatz dieser Techniken, da sie sie dadurch bei größeren Providern ein höheres Vertrauen genießen und somit ihre E-Mails schwerer den SPAM-Score erreichen. Somit kann der Einsatz uneingeschränkt empfohlen werden. Aufgrund des Schutzes vor Pishing E-Mails sind die genannten Technikern auch Unternehmen interessant, die keinen Newsletter betreiben.

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